Die Kreistagsfraktion Bürger für Stralsund/FDP/VR+ fordert alle Beteiligten auf, kurzfristig an einen Tisch zu kommen, um den Fortbestand des denkmalgeschützten ehemaligen Betriebsferienlagers Gera am Bakenberg auf Rügen zu sichern.
Nach den aktuellen Berichten drohen behördliche Entscheidungen den weiteren Betrieb der Anlage erheblich zu erschweren. Dabei handelt es sich um eines der letzten nahezu original erhaltenen Betriebsferienlager der DDR und damit um ein kulturhistorisch wertvolles Zeugnis der Zeitgeschichte sowie um ein touristisches Alleinstellungsmerkmal für die Insel Rügen.
Fraktionsvorsitzender Gerd Scharmberg erklärt:
„Wenn ein Objekt unter Denkmalschutz steht, muss alles darangesetzt werden, seinen dauerhaften Erhalt auch wirtschaftlich zu ermöglichen. Jetzt sind Landesregierung, Landkreis, Gemeinde und Betreiber gleichermaßen gefordert, gemeinsam tragfähige Lösungen zu entwickeln. Niemandem ist geholfen, wenn am Ende ein einzigartiges Denkmal aufgrund fehlender Abstimmung nicht mehr betrieben werden kann.“
Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Mathias Löttge ergänzt:
„Wir erwarten, dass der Landrat jetzt die Initiative ergreift und alle Beteiligten kurzfristig zu einem gemeinsamen Gespräch einlädt. Die Kreisverwaltung sollte sich dabei nicht nur als Genehmigungsbehörde verstehen, sondern aktiv die Rolle eines Moderators übernehmen. Ziel muss es sein, den weiteren Betrieb des Betriebsferienlagers dauerhaft rechtssicher zu gewährleisten und unnötige bürokratische Hürden im konstruktiven Dialog auszuräumen.“
Auch der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Thomas Haack sieht den Landkreis in einer besonderen Verantwortung:
„Gerade bei einem Projekt mit einer solchen historischen, touristischen und regionalen Bedeutung braucht es eine lösungsorientierte Verwaltung. Der Landkreis sollte Brücken bauen und nicht Fronten entstehen lassen. Jetzt ist gemeinsames Handeln gefragt.“
Die Fraktion wird das Thema mit einer Anfrage im Kreistag aufgreifen. Ziel ist es, Transparenz über das bisherige Verwaltungshandeln zu schaffen und zugleich konkrete Lösungswege aufzuzeigen, damit dieses einzigartige Zeugnis der Urlaubsgeschichte Mecklenburg-Vorpommerns auch künftig erhalten bleibt.
Fraktion BfS/FDP/VR+
Kreistag Vorpommern-Rügen
