Die Mahn- und Gedenkstätte in Barth erinnert an die Opfer des KZ-Außenlagers Barth und ist von herausragender historischer und politischer Bedeutung. Der derzeit marode Zustand der Anlage stellt nicht nur ein Risiko für die Substanz dar, sondern gefährdet auch die angemessene Würdigung der Opfer. Vor diesem Hintergrund hat die Fraktion Bürger für Stralsund / FDP / VR+ eine Anfrage an den Landrat des Landkreises Vorpommern-Rügen gestellt.
„Die Gedenkstätte Barth ist ein unverzichtbarer Ort des Erinnerns. Es ist dringend erforderlich, dass die Kreisverwaltung klare Aussagen zum Erhalt des Gebäudes trifft“, erklärt Gerd Scharmberg, Fraktionsvorsitzender der Bürger für Stralsund / FDP / VR+.
„Wir brauchen eine verbindliche Perspektive, wie der Verfall gestoppt und die historische Würde der Gedenkstätte gesichert werden kann. Andernfalls droht ein unwiederbringlicher Verlust eines bedeutenden Mahnmals“, ergänzt Mathias Löttge, stellvertretender Fraktionsvorsitzender.
Auch Brunhild Steinmüller, sachkundige Einwohnerin im Kultur- und Bildungsausschuss, betont: „Dieses Gebäude ist ein Ort der Erinnerung und Mahnung. Jede Verzögerung bei Sicherung und Sanierung schwächt unsere gesellschaftliche Verantwortung gegenüber den Opfern.“
Die Anfrage umfasst:
- Einschätzung des baulichen Zustands
- bisherige Sicherungsmaßnahmen
- Beteiligung des Landkreises als untere Denkmalschutzbehörde
- Gespräche und Initiativen mit Eigentümer und Landesbehörden
- Fördermöglichkeiten
- Rolle des Landkreises bei Koordination und Unterstützung
„Wir erwarten, dass die Kreisverwaltung darlegt, welche Maßnahmen möglich sind und wie der Erhalt dieser bedeutenden Gedenkstätte gesichert werden kann“, so Scharmberg abschließend.
Fraktion BfS/FDP/VR+
Kreistag Vorpommern-Rügen
